Jeremy Green wurde in Nordengland geboren. Seine Ausbildung absolvierte er an der Royal Ballet School und später im London Studio Centre, wo er unter anderem von David Wall und Margaret Barbieri unterrichtet wurde. Noch während seiner Ausbildung tanzte Jeremy Green im Royal Opera House, Covent Garden, in einer Gala für Königin Elizabeth II mit Ballett-Legende Rudolf Nureyev. Er wirkte im Ballett-Video „Faults, Corrections and Perfections“ mit Primaballerina Eva Evdokimova, Patrick Armand und Maria Fey mit. Jeremy Green war auch Mitglied der Chou Chou Youth Ballet Company sowie Images of Dance und tourte damit durch ganz Großbritannien, den Kanalinseln und nach Sankt Petersburg, Russland.

 

Seine professionelle Karriere fing Jeremy Green mit 16 Jahren an, da tanzte er bereits mit verschiedenen Londoner Ballett-Kompanien. Danach wurde er eingeladen, mit Primaballerina Sylvie Guillem am Teatro Massimo in Palermo, Italien, zu tanzen. 1994 kam Jeremy Green nach Deutschland und wurde Mitglied des Ballett-Theater Magdeburg. Im Laufe der Jahre tanzte er Solo-Rollen an mehreren Theatern und arbeitete mit renommierten klassischen sowie modernen Choreografen zusammen. Seine klassischen Partien umfassen u.a. den Solar in „La Bayadere“, den Romeo in „Romeo und Julia“, den Prinz Desiree in „Dornröschen“ und den Faun in „Nachmittag eines Fauns“. 2005 wurde Jeremy Green von der Theater- und Tanzzeitschrift „Theater Pur“ zum „Bester Tänzer NRW“ für die Rolle des Escamilio in Ricardo Fernando’s Produktion von „Carmen“ am Theater Hagen gewählt.

Jeremy Green ist auch auf der Musical-Bühne aktiv gewesen, u.a. als Rocky in der „Rocky Horror Show“, als Hanna in „La Cage aux Folles“ und als Robert in „The Black Ryder“.  Als weitere Musical-Produktionen sind „Annie Get Your Gun“, „Cabaret“, „Anatevka“ und „Evita“ (mit Alexander di Capri) zu nennen. Er wirkte zudem in einer Musical-Gala mit der Bühnenlegende Katja Ebstein am Nordharzerstädtebundtheater mit.

 

Nach tanzpädagogischen Fortbildungsseminaren in der Waganowa-Methode und als Mitglied im „Deutscher Berufsverband für Tanzpädagogik e.V.“ fing Jeremy Green 2007 als freischaffender Ballettpädagoge, Trainingsleiter und Choreograf zu arbeiten an. Er gab Workshops an verschiedenen Theatern, Ballettschulen und bei Tanz-Festivals. Zudem war er in experimentellen Tanzprojekten involviert. Er arbeitete z.B. mit der Crossover-Techno Band „Brandt Brauer Frick“ zusammen und benutzte klassische sowie moderne Choreografie für deren Musikvideo „BOP“. Das Video wurde mehrfach international ausgezeichnet, u.a. beim „Canada International Film Festival“, „Las Vegas Film Festival“ und „Mexico International Film Festival“. Seine Choreographie wurde dann auch ein Teil einer Live-Performance der Band im Nationalen Museum der Zeitgenössischen Kunst in Oslo, Norwegen.

 

Jeremy Green ist ein regulärer Gast in Bari, Süditalien - erstmals 2010 und danach 2013 als Jurymitglied des Internationalen Tanzwettbewerbs „SAN NICOLA“ und weiterhin als Trainingsleiter der Breathing Art Company unter der Leitung von Simona de Tullio. 2010 bis 2012 war Jeremy Green als Assistent des Ballett-Direktors am Stadttheater Giessen als Trainingsleiter und als Solotänzer für die Tanzcompagnie tätig. Während seiner Zeit dort arbeitete er mit Choreografen wie David Williams, Massimo Gerardi, Anthony Taylor, Hagit Yakira und Mirko Hecktor (ehemals La La La Human Steps) zusammen. Er war auch einer der Hauptorganisatoren des Giessener „TanzArt OstWest“ Festivals, welches jedes Jahr Ballett- und Tanzkompanien aus ganz Europa einlädt.

 

Im Jahr 2013 gründete Jeremy Green „ballet METT“, eine projektbezogene Jugend-Tanzkompanie für Tänzer und Tanzstudentinnen, die über einige Jahre große Erfolge in Nordrhein-Westfalen und im Ausland feierte. Im Jahr 2016 gründete Jeremy Green das Ballett- und Bühnentanzzentrum „Art In Movement“ in Hilden. Zudem hat Jeremy Green seit seiner Kindheit auch im Bereich der bildenden Künste experimentiert. Er arbeitet leidenschaftlich mit digitaler Fotokunst und Computergrafik und hatte bereits mehrere erfolgreiche Ausstellungen in Nordrhein-Westfalen.